Am Dienstagabend fand im Auditorium Maximum der ETH Zürich der dritte Vortrag der Vortragsreihe Sport & … zum Thema „Fussball als Lebensschule“ statt. FIFAPräsident Joseph S. Blatter referierte vor 250 Zuhörerinnen und Zuhörern über die vielfältige Arbeit des Weltfussballverbands auf und neben dem Fussballplatz.

Joseph S. Blatter nutzte zum Auftakt seines Referats einen Vergleich zwischen der FIFA und dem ASVZ und beschrieb die beiden Organisationen als Leuchttürme sozialer und gesellschaftlicher Integration über den Sport hinaus. Die Kraft des Sports, im Falle der FIFA des Fussballs, bestünde darin, essenzielle Werte wie Respekt, Toleranz, Disziplin und Fairplay zu verbreiten. Diese Werte vom Fussballplatz in den Alltag und die Gesellschaft zu bringen, sei eine der wichtigsten Aufgaben der FIFA, so Blatter. Der Fussball verbinde die Menschen und schaffe Dialog. Denn Fussball sei global anzutreffen – man benötige nicht mehr als einen Ball und ein paar Freunde. „Fussball ist das Spiel der Welt“, resümierte Blatter seine Ausführungen.

Im Rahmen seiner Ausführungen schreckte Blatter auch vor viel diskutierten Themen wie der enormen Wirtschaftskraft des Fussballs nicht zurück. Er gab offen zu, dass der Weltfussball vor „den bösen Geistern der Welt“, seien es Korruption oder Diskriminierung, nicht gefeit sei und sagte, dass er sich für eine Verbesserung dieser Situation einsetzen wolle. Auch unangenehmen Fragen aus dem Publikum stellte er sich und zeigte sich dabei selbstironisch wie auch selbstkritisch. Kein Interesse am Dialog hatten die Gruppierungen, die das Referat stören wollten und nur dank des Polizeieinsatzes daran gehindert werden konnten.

Neben dem eigentlichen Thema seines Referats kam Sepp Blatter auf die FIFA und den ASVZ zu sprechen und hob die gute Zusammenarbeit hervor, vor allem die gegenseitige Nutzung von Anlagen.

Am Schluss des Referats zog Blatter sein persönliches Resümee: „Das war ja kein Referat, sondern eine gemütliche Plauderei“. Es war nicht der einzige Lacher, den er an diesem Abend erntete.

Text: Florian Schmitz