In den vergangenen zehn Jahren hat der ASVZ sein Angebot – sei es betreffend Vielfalt der Sportarten, betreffend wöchentlichen Lektionen oder betreffend Infrastruktur – aufgrund der Nachfrage annähernd verdoppelt. Dabei wurde immer sowohl auf Bewährtes gesetzt als auch Neues geschaffen. Die stetige Anpassung und Erweiterung des Angebots auf die gesteigerte Nachfrage hat auf Herbst 2017 eine moderate Erhöhung der Jahresbeiträge für Studierende, Mitarbeitende der Hochschulen sowie Alumni/Alumnae zur Folge.

Das Besucheraufkommen im ASVZ ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als das Doppelte angestiegen. Grund dafür ist zum einen der Beitritt der Zürcher Fachhochschulen 2010 sowie die angestiegenen Studierendenzahlen an allen Hochschulen, zum anderen der erfreuliche Umstand, dass Sport bei den Studierenden im Vergleich zu früher einen grösseren Stellenwert hat, sie immer mehr Sport treiben und dadurch nicht nur mehr Studierende den ASVZ nutzen, sondern diese das auch immer öfters tun. Damit ist auch die Nachfrage nach einem vielseitigen und umfangreichen ASVZ-Angebot gestiegen.

Der ASVZ hat in der Vergangenheit  stets darauf geachtet, dass er allen Hochschulangehörigen ein attraktives und vielfältiges Sportangebot anbietet, in welchem es immer wieder Neues zu entdecken gibt und Bewährtes trotzdem erhalten bleibt. So wurde das Angebot an Sportart-Klassikern wie Kondi, Skifahren oder Rudern mit neueren Sportarten wie CrossFit, Functional Group Training oder Aerial Yoga erweitert. Die Anzahl angebotener Sportarten ist damit in den vergangenen zehn Jahren von 85 auf 134 Sportarten angestiegen.

Die grössere Nachfrage betraf aber nicht nur die Anzahl der Sportarten und das damit verknüpfte vielfältige Angebot an wöchentlich rund 600 geleiteten Lektionen, jährlich rund 1‘200 Kursen und Lagern oder den regelmässig stattfindenden Events und Veranstaltungen. In den vergangenen zehn Jahren wurden auch verschiedenste Sportanlagen neu eröffnet oder erweitert. Es sind dies die Eröffnung des Sport Centers Hönggerberg (2009), die Boulderblöcken Hönggerberg (2011), des CrossFit Cages Fluntern (2012), der Kunstrasen Fluntern (2013), die Erweiterung Kraftraum Fluntern (2014), des Street Workout Parks Irchel (2014), das Kraft-/Cardio-Center Wädenswil (2015), die Erweiterung Kraftraum Hönggerberg (2015/16), die Eröffnung des Sport Centers Winterthur (2016), des Street Workout Parks Hönggerberg (2016), die Eröffnung des Relaxraums Hönggerberg (2017) oder die Aufnahme von Angeboten in der Sportanlage der PHZH (2012) und im Toni Areal (2016). Diese Neueröffnungen und Erweiterungen von Infrastruktur haben für den ASVZ zur Folge, dass das Sportangebot weiter ausgebaut werden soll – es sollen mehr geleitete Lektionen angeboten und Kraft-/Cardio-Bereiche ausgebaut und mit Kraft-/Cardio-Geräten oder Bereichen für funktionelles Training ausgestattet werden. Investitionen, die dem Hochschulsport und damit dem Ausgleich zu Beruf und Studium zu Gute kommen.

Aufgrund des in den vergangenen zehn Jahren massiv gesteigerten Besucheraufkommens, der damit verbundenen grösseren Nachfrage nach mehr Angeboten und Infrastruktur und den daraus resultierenden höheren Kosten, werden die Jahresbeiträge auf Herbst 2017 für alle Nutzergruppen moderat angehoben. Studierende bezahlen einen obligatorischen Beitrag von neu CHF 30.- pro Semester (ehemals CHF 25.-), Mitarbeitende der Hochschulen einen Jahresbeitrag von neu CHF 210.- (ehemals CHF 180.-) und Alumni/Alumnae einen Jahresbeitrag von neu CHF 560.- (ehemals CHF 500.-). Sie erhalten dafür Zugang zu einem Sportangebot, das bezüglich Vielfalt, Qualität und Angebotsdichte seinesgleichen sucht.
Diese moderate Beitragserhöhung wurde von den Hochschulleitungen der Universität Zürich, der ETH Zürich, der Zürcher Fachhochschulen sowie vom ASVZ-Vorstand (bestehend aus Delegierten der Hochschulen sowie der Standesvertretungen) und im Falle der Zürcher Fachhochschulen vom Regierungsrat beschlossen. Sie gilt für Studierende ab Herbstsemester 2017 und für Mitarbeitende der Hochschulen sowie Alumni/Alumnae ab 1. September 2017. Die letzte Beitragserhöhung für Studierende fand 2006, jene für Mitarbeitende der Hochschulen sowie Alumni/Alumnae fand 2010 statt.

 

Interview mit ASVZ-Direktor Lorenz Ursprung

  • Mehr Studierende bedeutet auch mehr obligatorische Beiträge für den ASVZ. Warum erhöht der ASVZ die Beiträge trotzdem?
    Lorenz Ursprung: Die Nachfrage nach unseren Sportangeboten hat sich viel stärker entwickelt als die Studierendenzahlen. Nur mit diesen zusätzlichen Beiträgen könnten wir das nicht annährend auffangen.
     
  • Nutzerinnen und Nutzer, die in Zürich arbeiten oder studieren und auch in Zürich wohnen, haben nichts von den Anlagen ausserhalb der Stadt und damit auch nichts vom erweiterten Angebot. Wieso müssen sie trotzdem mehr zahlen?
    Lorenz Ursprung: Zum einen beschränkt sich das ASVZ-Angebot nicht nur auf die Stadt Zürich: An den Standorten Winterthur und Wädenswil sind über 10‘000 Studierende eingeschrieben. Zum anderen wurden Angebot und Infrastruktur auch in Zürich permanent erweitert.
     
  • Warum bezahlen die Alumni/Alumnae so viel? Bei kommerziellen Anbietern sind die Preise vergleichbar.
    Lorenz Ursprung: Für die Studierenden erhält der ASVZ von den Hochschulen einen Sockelbeitrag. Im Gegenzug muss der ASVZ den Hochschulen für die Alumni einen Infrastrukturbeitrag in der Höhe von 40 % jedes Jahresbeitrags entrichten. Das ist auch richtig so. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist immer noch ausgezeichnet.